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Lesetipps


Zu vielen wichtigen Themen des Reha-Managements gibt’s hier Anregungen
und Tipps zum Weiterlesen - sowohl für Fachleute als auch für interessierte Laien.

Thema: Psychische Erkrankungen

Sven Barnow et al.: Von Angst bis Zwang – Ein ABC der psychischen Störungen:
Formen, Ursachen und Behandlung.
Huber, 2007.
             Kommentar: Das Buch hält, was der Titel verspricht.

Thema: Psychisches Trauma

Luise Reddemann & Cornelia Dehner-Rau: Trauma – Folgen erkennen, überwinden
und an ihnen wachsen.
Trias, 2007.
             Kommentar: Informationen für Betroffene und Angehörige – allgemein-
             verständlich mit vielen Detailinformationen.

Luise Reddemann: Imagination als heilsame Kraft – Zur Behandlung von Traumafolgen
mit ressourcenorientierten Verfahren.
Pfeiffer bei Klett-Cotta. 2007.
             Kommentar: Luise Reddemann stellt ihre "Psychoimaginative
             Traumatherapie"
einfühlsam und verständnisvoll anhand vieler Beispiele vor
             und erklärt, wie
Menschen, die ein Trauma erlebt haben, leiden, denken und
             fühlen.
Betroffenen gibt dieses Buch Hoffnung – ohne eine Therapie
             zu ersetzen.


Kirsten Stang & Ulrich Sachsse: Trauma und Justiz – Juristische Grundlagen für Psychotherapeuten – psychotherapeutische Grundlagen für Juristen.
Schattauer. 2007.
             Kommentar: Man muss weder Jurist noch Psychotherapeut sein, um dieses
             Buch lesen und verstehen zu können. So verständlich geschrieben, wie man
             es wohl weder Juristen noch Psychotherapeuten zugetraut hätte!

Thema: Schädel-Hirn-Trauma & Neuropsychologie

W. Sturm, M. Herrmann & C.-W. Wallesch: Lehrbuch der klinischen Neuropsychologie.
Swets & Zeitlinger, 2000.
             Kommentar: Zugegebenermaßen nur für Fachleute.

Alexander R. Lurija: Das Gehirn in Aktion – Einführung in die Neuropsychologie.
Rowohlt, 1998.
             Kommentar: Der Schein trügt – Lurija starb bereits 1977. Das Buch ist also
             eher eine Zeitreise in die Anfänge der Neuropsychologie, die Lurija mit
             begründet hat.

Antonio R. Damasio: Descartes' Irrtum – Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn.
dtv, 2004.
             Kommentar: Wir erinnern uns, Descartes belebte den Dualismus von Leib
             und Seele für die abendländische Philosophie. Aus Sicht der Neurowissen-
             schaften hat er sich gründlich geirrt. So erfährt man hier, dass
            "ein kühler Kopf" nicht  ausreicht, um richtige Entscheidungen zu treffen.
             Der wohl berühmteste Frontalhirn-Patient Phineas Gage wird ausführlich
             porträtiert.


Vilaynur S. Ramachandran & Sandra Blakeslee: Die blinde Frau, die sehen kann –
Rätselhafte Phänomene unseres Bewusstseins.
Rowohlt, 2002.
             Kommentar: Unterhaltsamer Ausflug in die Neurowissenschaften im Stil von
             Oliver Sacks. U. a. wird eine ziemlich verblüffende Theorie zum Phänomen
             der Phantomempfindungen geliefert, die eine Grundlage der in der Reha
             mittlerweile gängigen Spiegeltherapie darstellt.

Die Zeitschrift Gehirn & Geist – Das Magazin für Psychologie und Hirnforschung.
             Kommentar: Informiert "Halb-Laien" über aktuelle Trends und Forschungs-
             ergebnisse mit verständlichen, gut lesbaren Darstellungen.

Thema: Schmerz & Psychosomatik

Hildegund Heinl & Peter Heinl: Körperschmerz – Seelenschmerz – Eine
Psychosomatik des Bewegungssystems.
Kösel, 2005.
             Kommentar: Ein Buch, das neue Horizonte erweitert und in Sachen Schmerz
             die Augen öffnet. Die Ursachen von Schmerz müssen nicht immer nur in der
             Gegenwart gesucht werden. Für Laien und Fachleute gleichermaßen überaus
             lesenswert.

Heinz-Dieter Basler, Carmen Franz, Birgit Kröner-Herwig & Hans-Peter Rehfisch:
Psychologische Schmerztherapie.
Springer, 2004.
             Kommentar: Einige Kapitel erfordern ein Medizinstudium (glücklicherweise
             nicht alle). Das Buch räumt mit der Vorstellung des "entweder organisch oder
             psychisch" beim Schmerz auf. So einfach ist das nämlich nicht.

Hans Morschitzky & Sigrid Sator: Wenn die Seele durch den Körper spricht –
Psychosomatische Störungen verstehen und heilen.
Patmos, 2009.
             Kommentar: Ein unverzichtbares Handbuch mit einem guten Überblicks-
             Kapitel
zum Thema Schmerz. Durchaus allgemeinverständlich.

Edward Shorter: Von der Seele in den Körper – Die kulturellen Ursprünge psycho-
somatischer Krankheiten.
Rowohlt, 1999.
             Kommentar: Eigentlich mehr ein historischer Überblick über psycho-
             somatische Ausdrucksformen im Laufe der Jahrhunderte – die heute ganz
             anders aussehen
als noch vor hundert Jahren.

Thema: Krankheit und Migranten

Emil Zimmermann: Kulturelle Missverständnisse in der Medizin – Ausländische
Patienten besser versorgen.
Huber, 2000.
             Kommentar: Für alle, die beruflich mit Migranten zu tun haben. Der Umgang
             mit Krankheit und Leid ist eben zutiefst kulturell geprägt. Und dieses Buch
             hilft
wirklich, besser zu verstehen und vor allem unsinnige Vorurteile
             abzubauen.

Silke A. Becker et al.: Muslimische Patienten – Ein Leitfaden zur interkulturellen
Verständigung in Krankenhaus und Praxis.
W. Zuckerschwerdt Verlag München, 2006.
             Kommentar: Unverzichtbares Basiswissen für Ärzte, Therapeuten,
             Pflegekräfte
und alle, die mit muslimischen Patienten zu tun haben.
             Sehr kurz und prägnant.

Malika Laabdallaoui & Ibrahim Rüschoff: Basiswissen: Umgang mit muslimischen
Patienten.
Psychiatrie-Verlag 2010.
             Kommentar: Spezifischere Informationen zum Umgang mit muslimischen
             Patienten in Psychiatrie und Psychotherapie.

Ahmet Toprak: Das schwache Geschlecht – die türkischen Männer – Zwangsheirat,
häusliche Gewalt, Doppelmoral der Ehre.
Lambertus, 2007.
             Kommentar: Informationen für alle, die versuchen wollen, über den Tellerrand
             üblicher Klischees hinauszublicken.